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Freitag, 11. Januar 2013

Produktfokus: VComplex / IComplex

Um im heutigen, hart umkämpften Markt Bestand zu haben sind Firmen immer wieder gezwungen neue Einsparpotentiale zu erkennen und zu nutzen.

Anwender im Bereich der Verbundwerkstoffe, die Erfahrungen mit Vakuum- und Infusionsverfahren haben, wissen dass gerade bei diesen Verfahren das Platzieren der Verbrauchsmaterialien viel Zeit in Anspruch nimmt und auch nicht immer einfach ist. 

Nehmen wir als Beispiel das Infusionsverfahren. Nachdem die trockenen Fasern eingelegt wurden müssen abschließend das Abreißgewebe und eine Lochfolie aufgebracht werden, bevor das Fließmedium aufgelegt werden kann. Die Befestigung dieser Materialien kann z.B. bei Rümpfen mit ihren Vertikalen Flächen mühselig sein, sofern mann allzu große Überlappungen und damit eventuell negative Beeinflussungen der Infusion vermeiden möchte.

Aber auch beim Vakuum Nasslaminat müssen drei einzelne Schichten aufgelegt und befestigt werden, bevor endlich der Vakuumsack aufgelegt werden kann.

Zusammen mit unseren Kunden haben wir auf Basis ihrer jahrelangen Erfahrung in der praktischen Anwendung von Verbundwerkstoffen zwei Produkte mit dem Ziel entwickelt, die Zeit für das Auflegen der Lagen und damit Arbeitszeit und Kosten einzusparen: IComplex und VComplex.


IComplex

ICOMPLEX

Bei dem IComplex handelt es sich um ein 2-Lagen Laminat bestehend aus Abreißgewebe und einer Lochfolie mit hoher Perforation. Es ist für Infusionsanwendungen entwickelt worden und ermöglicht es durch das gemeinsame Auflegen einen Arbeitsschritt einzusparen. IComplex ist dabei vor allem für größere Anwendungen mit relativ einfachen Flächen, wie z.B Bootsrümpfe geeignet. Komplexe Geometrien sind jedoch mit Einschneiden ebenfalls möglich



VComplex
VCOMPLEX
Das Vcomplex besteht aus insgesamt 3 Lagen: Abreißgewebe, eine Lochfolie mit niedriger Perforation und einem Saugvlies. Es kommt bei Nasslaminaten unter Vakuum zum Einsatz und ermöglicht eine Zeitersparnis von etwa zwei Dritteln gegenüber dem Verlegen der Einzelkomponenten. Auch VComplex ist sehr gut für große Flächen geeignet. Für komplexe Geometrien gilt auch hier, dass das Material eingeschnitten werden muss.
Die Vlies-Komponente des VComplex ist um 2cm je Seite nach innen versetzt. So wird ein flächiges Verlegen ermöglicht, ohne das das Vlies direkten Kontakt mit dem Laminat hat und so übermäßig Harz aufsaugen würde


Sonntag, 16. Dezember 2012

Kiwi Spirit Time Lapse

Ein kleines Schmankerl zum Wochenende: Der Bau der "Kiwi Spirit", einer 63' Fuß Segelyacht, im Zeitraffer. Vom Aufstellen der Mallen für die Formen über die Infusion von Rumpf und Deck bis zu den abschließenden Arbeiten an Deck. Immer wieder Spannend.


Auf Youtube finden Sie weitere Videos zum Bau und zu den Hintergründen dieses One-Offs.

Freitag, 7. Dezember 2012

Yacht- & Bootswerft Stapelfeldt: Kielfinnen-Infusion für einen 28' Daysailor

Die Yacht- & Bootswerft Stapelfeldt baut zur Zeit einen wunderschönen, formverleimten 28' Daysailer, welcher nach den Vorstellungen des Eigners von Judel & Vrolijk konstruiert wurde. Dem traditionellen Bootsbaumaterial Holz werden dabei moderne Materialien für Rigg, Kielfinne und Ruder zur Seite gestellt, um bei diesem Boots eine Gewichtsoptimierung zu erreichen.

Um den hochwertigen Materialien Rechnung zu tragen, sollte für die Kielfinne dann auch ein modernes Verarbeitungsverfahren zum Einsatz kommen: die Vakuum-Infusion.

Wir wurden von der Yachtwerft kontaktiert um mit unserem Know-how auf diesem Gebiet unterstützend zur Seite zu stehen. In einem ersten Treffen wurden die Bootsbauer in die Theorie des Infusionsprozesses eingeführt.

Quelle: Yacht- & Bootswerft Stapelfeldt


Daraufhin wurde bei einem weiteren Termin im Hause CTM mit einem Abschnitt des Laminataufbaus eine Simulation der Infusion durchgeführt, zum Einen um den Bootsbauern einen Eindruck vom praktischen Teil der Infusion zu vermitteln, zum Anderen um den geplanten Aufbau der Harzeinleitungen zu prüfen und eventuelle Problemstellen vorab ausfindig zu machen.

Die Simulation verlief zur vollen Zufriedenheit, sodass die tatsächliche Infusion der Kielfinne angegangen werden konnte. Als Kernmaterial für die Kielfinne kam der Corecell S1800, ein sehr druckfester Schaum, welcher hohe Lasten aufnehmen kann, zum Einsatz. Aus diesem wurden mit einer CNC Fräse zwei halbschalen gefräst, welche in Positivbauweise gefertigt und später verklebt werden sollten.

Um optimale Steifigkeit bei gleichzeitig möglichst geringem Gewicht zu erreichen, kam als Verstärkungsmaterial Carbon in Form von UDs und Biaxialgelegen zum Einsatz. Als Harzsystem wurde das Prime 20LV Infusionssystem mit dem speziellen ULV Härter verwendet. Diese Härter bietet eine noch niedrigere Viskosität als der Standardhärter und ist somit besonders für Carbonlaminate geeignet.

Die Infusion der Kiefinne fand mit Unterstützung von CTM statt und war ein voller Erfolg. Wir gratulieren der Yachtwerft zu dem tollen Ergebnis.

Quelle: Yacht- & Bootswerft Stapefeldt


Für weitere Informationen und ein Logbuch mit vielen Bildern über den Baufortschritt vom Anfang bis heute finden Sie auf der Homepage der Yacht- & Bootswerft Stapelfedt.

Freitag, 23. November 2012

Nachtrag Hanseboot 2012: Dinghybau mit der Landesberufsschule für Bootsbau


Die Hanseboot 2012 liegt zwar nun schon einige Wochen zurück, nichtsdestotrotz möchten wir im Folgenden die Gelegenheit nutzen um über unser diesjähriges, praktisches Projekt zu berichten.

CTM hat es stets als eines seiner Ziele gesehen die Verbreitung neuer, verbesserter Materialien und  moderner Verfahrenstechniken voranzutreiben. Mit diesen sollen Bauteile von höherer Qualität schneller, besser reproduzierbar und effizienter hergestellt werden, bei verbesserten Verarbeitungsbedingungen für den Anwender.

Um das Ziel der Verbreitung der neuen Verfahren zu erreichen liegt es nahe direkt dort anzusetzen, wo die Grundlagen der zukünftigen Fachkräfte im Bootsbau gelegt werden. So kam uns die Idee mit der LBS Travemünde in Kontakt zu treten, wo die schulische Ausbildung des Nachwuchs erfolgt.

Hier trafen wir auf offene Ohren für unsere Vorschläge und es wurde gemeinsam beschlossen auf der Hanseboot moderne Bootsbauverfahren in der praktischen Anwendung zu demonstrieren. Da wir bereits im Vorfelde die LBS bei der Aufbereitung einer Dinghy-Form unterstützt hatten (hier nachzulesen), lag es nahe diese Form für die Vorführung einer Vakuum-Infusion zu nutzen.



Das Infusionsverfahren, welches mehr und mehr Verbreitung im Bootsbau findet, bietet gegenüber dem traditionellen Nasslaminat mehrere Vorteile. Dadurch, dass die Fasern trocken eingelegt werden entsteht kein Zeitdruck wie durch die Verarbeitungszeiten bei Laminierharzen. Darüber hinaus ist durch  das geschlossen Verfahren nur geringfügiger Kontakt mit den Harzen notwendig, ganz anders als bei einem Nasslaminat, bei denen die Anwender über längere Zeit den Harzen ausgesetzt sind. Schlussendlich ist zu erwähnen, dass mit der Infusion, sobald man den Prozess im Griff hat, Bauteile in gleichbleibender und verbesserter Qualität (höherer Faservolumenanteil, weniger Lufteinschlüsse) hergestellt werden können.




Auf der Hanseboot erfolgte der Bau durch die Schüler unter Anleitung ihrer Lehrer und des CTM Teams.







Mittwoch, 7. November 2012

Infusion im Serienbau



Rumpf der PACER310S nach dem Entformen

Die Harzinfusion hat sich im Großserienbau weitgehend durchgesetzt. Es sind nicht nur Arbeitsschutz technische Gründe ausschlagebend für die Werften, es ist in erster Linie die gleichbleibende Qualität, die durch den gesamten Arbeitsprozeß gewährleistet wird. Yachtrümpfe, wie z.B. die der Dehler 41, der HANSE 630e, TEAM 8 oder auch die MOcean und die LAGO 26 werden nach dem einlegen des kompletten Laminataufbaus in einem Schuss, unter Vakuum, mit Harz geflutet. CTM liefert für einige Projekte die Schaumkits, damit das einlegen des Kernmaterials schneller und präziser vonstatten geht und wir haben ein Reihe von Flieshilfen, die auch bei schwierigen Bauteilen, wie Decks mit Kanten, Ecken und Hinterschneidungen, den Harzfluss gewährleisten. 

Deck der PACER310S mit Gelcoat

Um einmal einen Eindruck von der hervorragenden Qualität des Laminates zu demonstrieren, arbeiteten wir mit  der Werft KDK in Malaga zusammen und stellten einen Epoxy Rumpf ohne Gelcoat her. Zum Einsatz kamen CoreCell Schaum (triple cut) und Gelege von Gamma Tensor. Die Laminate wurden mit Hilfe von Sprühkleber und Kunstofftackerklammern fixiert. Im Anschluss folgte der Infusionsaufbau mit unserem beliebten iComplex, DM10 Fließhilfe und dem Enka-Channel und der abschließenden Vakuumfolie. Die Infusion wurde mit dem Prime20 LV Harz und dem ULV-Härter durchgeführt. Das Ergebnis, bei den oben genannten Serienyachten unter dem Gelcoat versteckt, kann sich sehen lassen.

Montag, 22. Oktober 2012

Infusionsbauweise auch im Einzelbau?



Das Deck der BONDI - alles trocken aufgelegt
Cockpitansicht vor dem Infusions-Vorgang
Ja, es hat Vorzüge. Muss aber sehr sorgfältig vorbereitet werden und man sollte keine "Abkürzungen" nehmen. Die richtigen Hilfsmaterialien vorausgesetzt, kann gerade bei einem Einzelbau die Harz Infusion von Vorteil sein. Das Laminat, innen wie aussen, hier auf den Fotos ein Carbonlaminat, wird trocken aufgelegt und ggfs mittels Sprühkleber an der Form befestigt. Zwischen den Laminatlagen liegt der CoreCell Schaum, der dank seiner Messerschnitte mit extrem schmalen Fugen wenig Harz aufnimmt, dieses aber durch den Vakuumvorgang sehr gut transportieren hilft.

















Wie man sich sehr gut vorstellen kann, kommt beim auflegen- und anpassen der Laminatlagen und des Kernmaterials keine Hektik auf. Gerne kann auch am nächsten Tag weiter gearbeitet werden. Weitere Fotos vom Bau dieses interessanten 36´ Cruiser/Racers, welcher in Hamburg gebaut wird, finden Sie auf unserer Hauptseite unter: Fotos 

Dienstag, 4. September 2012

Produktvorstellung: Colbond Enka®-Channel

Im Folgenden möchten wir Ihnen ein Produkt vorstellen, welches eine erhebliche Vereinfachung beim Einlegen Fließ- und Verteilmedien beim Infusionsprozess bewirkt: der Enka®-Channel.

Der Colbond Enka®-Channel wird standardmäßig in Rollenform geliefert

Hierbei handelt es sich um einen Infusions-Harzkanal der sich durch seine spezielle Form auszeichnet. Anders als die häufig verwendeten Spiralschläuche weist der Enka®-Channel eine flache Form auf (nur 4mm stark) und kommt je nach Bedarf in zwei Breiten (50mm und 100mm). Er besteht aus aus einem extrudierten Fließmedium, welches von einem leichten Glasvlies umhüllt ist und für die Verarbeitung mit Polyester-, Vinylester- und Epoxyharzen geeignet ist. Er wird bereits erfolgreich im Rotorblattbau, Bootsbau und weiteren Bereichen eingesetzt.

Der Aufbau des Enka®-Channel



Der Enka®-Channel lässt sich sehr einfach verlegen. Das Fixieren erfolgt durch Kleben oder mit Kunststoff-Tackernadeln. Ein Durchhängen an vertikalen Flächen wie beim Spiralschlauch entfällt. Auch das Wegrollen sowie das Abklemmen durch die Vakuumfolie kann mit dem  Enka®-Channel komplett vermieden werden. Ein weiterer Vorteil ist die Vermeidung vom „Print“ in den oberen Laminatschichten.

Der Enka®-Channel wird standardmäßig in Rollen à 100 m geliefert, jedoch ist bei Bedarf auch ein Anschnitt möglich. Sollten Sie Interesse an oder Fragen zu dem Produkt haben, so können Sie uns gern kontaktieren. Entweder per E-Mail oder auch telefonisch unter der 04621 95533.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.


Donnerstag, 30. August 2012

DINGHY - INFUSION

Auslöser für den Bau unseres Dinghys war die Frage, ob die Dinghy-Form was taugt, da die Form für ein aktuelles Projekt mit der Landesberufsschule für Bootsbau in Travemünde benötigt wird.

Dafür musste diese zunächst mit größtmöglicher Sorgfalt aufgearbeitet werden. Das heißt mit 1500er Papier durchschleifen und dann aufpolieren. 

Sowohl das Schleifen als auch das Polieren haben wir mit Produkten von der Firma SIA-SCHLEIFMITTEL, die wir neu in unser Sortiment aufgenommen haben, durchgeführt.

Zu diesen Produkten werden wir in einem baldigen Post ausführlich berichten! Wer jedoch schon jetzt Fragen hat, kann uns jeder Zeit kontaktieren. 

Nachdem die Form nunmehr ordentlich eingetrennt worden ist, konnte im Folgenden die Form mit Glas und den passgenau zurechtgeschnittenen Corecell-Schaum belegt werden. Dann noch die Abschlusslagen Glas und alles für die Infusion vorbereiten.


Wie es geworden ist, können Sie auf der folgenden Seite begutachten

Donnerstag, 12. Juli 2012

Bondi 36 von Sven Kurka - DECKS-INFUSION

Es gibt wieder neues von Sven Kurka und seiner Bondi 36 zu berichten.


Am 05.07.2012 wurde nach Abschluss des Formenbaus das Deck infusioniert. Die Ergebnisse sind wirklich toll! Gratulation an Sven Kurka und Björn Heitmann.

Montag, 25. Juni 2012

Bondi 36 von Sven Kurka

36' SY "BONDI" ORC Cruiser/Racer

11m Segelyacht als Einzelbau mit Serienoption

Design: Yachtron Design

Bau: S. Kurka, Hamburg

Material: CoreCell Epoxy Sandwich verklebt mit SP368, Carbon UD und multiaxial, AMPREG22, Prime20 mit Prime ULV Härter, Vakuum konsolidiert, SP340 u.v.m.

Schon das erste Projekt aus der Feder von Georg Nissen, gebaut von S. Kurka, ist ein absoluter Hingucker. Wir sind gespannt auf dieses Boot!

Für Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Aber nun ein paar Bilder ( alle Bilder finden Sie hier ):